

Die MAD und ich
Mir ist vor kurzem bewusst geworden, dass ich meine ketogene Reise bereits vor fünfeinhalb Jahren angetreten habe-eine echt lange Zeit. Heute möchte ich euch von meinen Höhen und Tiefen mit der MAD (modifizierte Atkinsdiät) berichten und warum es für mich weiterhin der richtige Weg ist.
Anfängliche Herausforderungen
Als ich 2019 mit der MAD begann, gab es eine sehr kleine Produktpalette medizinischer Nahrungsergänzungsmitteln. Es war eine große Erleichterung, als Produkte wie MCTFiber, KetoBiota, KetoEpi(Creamy), KetVit und vieles mehr die Diät vereinfacht haben. Auch die Supermärkte öffneten sich für immer mehr „Alternativen“. So freue ich mich jedes Mal, wenn ich ein neues keto-freundliches Produkt entdecke.
Eine Herausforderung waren zu Beginn meine Urlaube. Beim Fliegen ist es nicht erlaubt, Flüssigkeiten über 100 ml mit ins Handgepäck zu nehmen. Da ich KetoEpi aber immer bei mir habe, war ein medizinisches Attest in mehreren Sprachen vom Arzt notwendig. Auch Essen gehen mit Freunde und Familie oder gemeinsames Kochen waren eine Zeitlang herausfordernd. Mittlerweile habe ich die Ketogene Diät so gut in meinen Alltag integriert, dass ich für fast jedes Gericht eine Alternative zaubern kann. So ist gemeinsames Essen kein Problem. Da ich nach einiger Zeit etwas Abwechslung in meiner Ernährung gebrauch habe, habe ich begonnen, Fisch und Fleisch in Maßen zu integrieren. Besonders beim Protein (Fleisch/Fisch) muss ich auf den Anteil achten, dass dieser nicht zu hoch ist, da ich sonst nicht die Ketose einhalten kann.
Mittlerweile habe ich die Ketogene Diät so gut in meinen Alltag integriert, dass ich für fast jedes Gericht eine Alternative zaubern kann
Gelegentliche kleine Ausnahmen
Um die Ketogene Diät als erwachsene Person langfristig praktizieren zu können, bin ich persönlich der Ansicht, dass gelegentliche kleine Ausnahmen in Ordnung sind. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden. So nehme ich es beim Restaurantbesuch nicht ganz so streng. Ich bestelle beispielsweise Lachs mit Gemüse. Die Kartoffeln lasse ich natürlich beiseite, aber das restliche Gemüse esse ich, ohne nachzurechnen. Genauso ist das Teamfrühstück in der Arbeit für mir wichtig. Hier esse ich viel später als gewohnt. Es ist eigentlich keine Zeit für Essen/Medikament, aber in der Runde gibt es dann Ketobrot mit Kaffee. Ich bin mir bei diesen Ausnahmen sehr wohl bewusst, dass ich aufgrund dieser gelegentlich eine abfallende Ketose habe und daraus folgende nächtliche Anfälle, aber in diesen Momenten ist es mir das wert. Wenn ich dann wieder einen Anfall in der Nacht durchlebe mit Zittern, Hochpulsen und starkem Pochen der rechten Körperhälften, wird mir wieder bewusst, was für einen großen Wert die Ketogene Diät für mich hat.
Noch ein Tipp
Ein Aspekt, den ich noch ansprechen möchte für alle Keto-Jungster und alte Hasen. Aufgrund von Umzug musste ich meine Apotheke wechseln. Es gestaltete sich leider etwas schwierig eine örtliche Apotheke zu finden, die meine Keto Produkte für mich bestellt. Es hieß, die Krankenkasse würde nicht zahlen, die Apotheke hätte Angst auf den Kosten sitzen zu bleiben. Das ist in der Regel nicht der Fall, aber leider gibt es hier ab und an Schwierigkeiten in der Kommunikation je nach Krankenkasse. Um sich Ärger und Nerven zu sparen: einfach sein Rezept an die Kooperationsapotheke schicken, die Online bei den Herstellern gelistet ist. Diese wissen häufig am besten, wie sie mit den Krankenkassen kommunizieren müssen.
Am Ende des Tages war die MAD die richtige Entscheidung und der richtige Weg für mich. Mit jeden Schritt, den ich gehe, sammle ich neue Erfahrungen und bin dafür dankbar.
Bis bald
Eure Nina